Veröffentlicht am 23.08.2026 / 05:00
Wie ich mit ACT meinem Selbst näher gekommen bin.
Das Spannungsdreieck zwischen der totalen Erschöpfung eines Burnouts, den Anforderungen eines Neugeborenen und der existenziellen Suche nach dem eigenen Selbst gleicht einem psychischen Tsunami. Das konzeptualisierte Selbst – definiert über Leistung und Perfektionismus – verliert in dieser Phase jegliche Validität. Mein Weg hin zu einem tiefen Selbstbewusstsein war keine Optimierung, sondern eine radikale Transformation durch ACT.
Die Befreiung begann mit der Akzeptanz der eigenen Vulnerabilität und Erschöpfung. Über die kognitive Defusion entlarvte ich das Korsett des unbarmherzigen Verstandes („Ich muss alles perfekt schaffen“) als bloßes sprachliches Konstrukt. Durch die Kultivierung des beobachtenden Selbst fand ich schließlich jenen transzendenten Raum in mir, der weder durch die Müdigkeit des Baby-Alltags noch durch Versagensängste definiert wird: Ich bin nicht meine Erschöpfung, sondern der Kontext, in dem sie stattfindet.
Diese Distanz öffnete das Tor zur Werterarbeit. Abseits gesellschaftlicher Erwartungen definierte ich Präsenz, Selbstmitgefühl und genuine Verbundenheit als meine neuen Kompassnadeln. Engagiertes Handeln hieß fortan, trotz der Unsicherheit mutige Schritte für das eigene Wohlbefinden zu gehen. ACT hat mich gelehrt, dass wahres Selbstbewusstsein nicht aus der Abwesenheit von Belastung resultiert, sondern aus der Treue zu den eigenen Werten inmitten des Lebenssturms.
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Mach Dir einen schönen Tag und bleiben Sie @schoen_achtsam. 🏄
Euer,
Christopher Schön