Veröffentlicht am 22.03.2026 / 05:00
Wie unterscheidet sich die therapeutische Allianz in der ACT von der hierarchischen Experten-Patienten-Dyade?
Die therapeutische Allianz ist wie ein gemeinsames Navigationssystem: Der Therapeut mag die Karte lesen können, aber der Patient hält das Lenkrad fest in der Hand, während beide entscheiden, wohin die Reise gehen soll.
In dem Interview mit Sebastian Gri, niedergelassener Physiotherapeut, gehen wir die Frage nach wie eine therapeutische Allianz mit den Patient*Innen aufgebaut werden kann.
1. Akzeptanz und „Legitimierung der Erfahrung: In der ACT geht es darum, Raum für schwierige Empfindungen zu schaffen.
2. Gegenwärtigkeit und „Kommunikation“: ACT betont die Verbindung zum Hier und Jetzt. In der therapeutischen Allianz wirkt Kommunikation als Katalysator, um diese Verbindung herzustellen
3. Das beobachtende Selbst und der „therapeutische Raum“: Wir schaffen in der Therapie einen sicheren Ort, an dem sich die Patient*Innen entfalten können.
4. Defusion und „Legitimierung des Biologischen“: So wie wir uns in der ACT von hilfreichen oder weniger hilfreichen Gedanken distanzieren, hilft Sebastian dabei, bisherige Überzeugungen neu zu konzeptualisieren
5. Werte und „Die Reise teilen“: In der ACT definieren wir, was im Leben wirklich zählt.
6. Engagiertes Handeln und „Förderung der Autonomie“: Der ACT-Prozess des Handelns spiegelt sich im Ziel der „Fostering autonomy“ wider.Es geht darum, dass durch Selbstreflexion und gesteigerte Selbstwirksamkeit gelernt wird, das Leben wieder eigenständig zu gestalten.